Networks and Alliances Programme (NAP) der C&A Foundation in Brasilien

Was wurde von uns beurteilt? 

In Phase Zwei des Network and Alliances Programme (NAP) von Instituto C&A Brazil wurden acht Netzwerke für die Dauer von drei Jahren unterstützt (2013-2015). Ziel war es, „die Kooperation, Annäherung und Vervielfältigung der Bemühungen zwischen Organisationen und Menschen zu fördern, die Kinder und Jugendliche unterstützen, besonders in bildungsrelevanten Bereichen". Diese unabhängige Bewertung erfolgte in der zweiten Jahreshälfte 2016.

Ergebnisse

Das Programm erzielte einige positive Ergebnisse für die meisten Netzwerke:

 

  • Beeinflussung des Wandels öffentlicher Maßnahmen und Programme - beispielsweise die Einrichtung einer speziellen Kreditlinie für Maßnahmen der opferorintierten Intitiativen (Justiz) in São Luís sowie Pläne für die frühkindliche Erziehung als Teil des Kommunalrechts in Nova Iguaçu.
  • Eröffnung und/oder Wiedereröffnung öffentlicher Einrichtungen für Kinder, Heranwachsende und Jugendliche - beispielsweise ein Jugendzentrum in Belo Horizonte (BH) und eine Entbindungsklinik in Nova Iguaçu.
  • Verbesserung der Dienste für Kinder und Jugendliche - beispielsweise jährliche Lehrerfortbildung in São Luís.
  • Wissensvermittlung an Menschen und Organisationen außerhalb der Netzwerke - beispielsweise Leitfaden zum Selbstschutz, Okupa Bildung und jugendpolitische Plattform in Belo Horizonte.
  • Unterstützung der Netzwerke beim Aufbau von Partnerschaften -beispielsweise die landesweite Beteiligung von Lehrern am Netzwerk Mobiliza pela Educação (Chapada).
  • Wichtige politische Einflussnahme - beispielsweise die Wahl eines ehemaligen Koordinators des Fórum das Juventudes da Grande BH zum Mitglied des Stadtrats von Belo Horizonte.

Trotz dieser Erfolge konnte das Programm die finanzielle Nachhaltigkeit der Netzwerke nicht hinreichend fördern. Nur vier Netzwerken gelang es, ihre Förderungen zu diversifizieren, und alle setzten ihre Arbeit im selben Themenbereich fort. Ein Netzwerk funktionierte nicht effektiv. Das NAP konnte sich nicht in ausreichendem Umfang entwickeln oder Wissen über die Netzwerkprozesse vermitteln.

Erkenntnisse 

Das NAP finanzierte diverse Netzwerke - solche, die über Potenzial verfügten, aber ebenso einige, die vor Herausforderungen standen. Die Bewertung fand begünstigende Faktoren und Herausforderungen, aus denen sich die folgenden Erkenntnisse ableiten ließen.

 

Welche Erkenntnisse haben wir gewonnen?

  • Unterstützung verbundener Netzwerke: Die Finanzierung von Netzwerken mit bestehenden, ausgereiften Strukturen ermöglicht diesen einen besseren Kontakt zu Organisationen mit ähnlichen Zielen zu knüpfen.
  • Einflussnahme auf die öffentliche Politik erhöht die Legitimität: Die Zusammenarbeit mit Netzwerken zur Einflussnahme auf die öffentliche Politik erhöht die Legitimität und verleiht ihnen mehr Möglichkeiten zur Selbstverwaltung.
  • Längere Förderungsdauer beeinflusst die Ergebnisse: Die lange Programmdauer machte es möglich, Strategien zu implementieren, die positive Ergebnisse erzielten. Die Unterstützung von Netzwerken erfordert von Finanziers mittel- bis langfristiges Engagement und Flexibilität.

 

 

  • Integrierte Unterstützung stärkt Netzwerke: Finanzielle Unterstützung, Kapazitätsaufbau, Erfahrungsaustausch und engmaschige Überwachung waren der Schlüssel zum Erfolg des Programms.
  • Umgang mit Führungswechseln: Die Stärkung und Unterstützung mehrerer Führungspositionen fördert die Kontinuität. Konstante Veränderungen in den Führungspositionen innerhalb der Netzwerke führen zu operativen Problemen.
  • Netzwerke sollten kontinuierlich überprüft werden, um ihre Relevanz zu erhalten: Um ihre Zweckdienlichkeit und Effektivität zu erhalten, sollten die Mitglieder des Netzwerks kontinuierlich und gemeinsam ihre Ausrichtung auf die Erwartungen und Prioritäten der beteiligten Hauptakteure überprüfen. Eine offene Struktur von Netzwerken birgt Risiken, da die Interessen der Beteiligten sehr verschieden sein können
  • Effektive Kommunikation ist wichtig: Viele Netzwerke verfügten über eine gute Kommunikation zur Sicherstellung ihrer Sichtbarkeit und gingen Partnerschaften ein, obwohl die externe Kommunikation (Präsentation der Netzwerke) versagte.

 

Schlussfolgerung der Beurteilung: Insgesamt betrachtet war das Programm eine gute Investition der relativ begrenzten Ressourcen des Instituto C&A. Dank des Programms konnten die Netzwerke gemeinsam etwa 13.800 direkt Begünstigte (Kinder, Jugendliche, ihre Familien, soziale Führungskräfte und Ausbilder) erreichen.

Viele Netzwerke reduzierten gegen Ende des Programms ihre Aktivitäten, doch viele der positiven Veränderungen werden vermutlich dauerhaft sein:

  • Forum das Juventudes da Grande, Belo Horizonte: Wurde zu einer wichtigen Anlaufstelle für Jugendproblematiken und wird von kommunalen Institutionen für die Jugendpolitik konsultiert. ?Rede Nacional Primeira Infancia of Nova Iguacu: Wandelte das Plano Municipal da Primeira Infancia (PMPI) in ein Gesetz um, doch die Garantiefinanzierung für die Implementierung nach Plan stellt eine Herausforderung dar.

Den vollständigen Bericht in englischer Sprache finden Sie hier.

Die Belo Horizonte Fallstudie in englischer Sprache finden Sie hier.

Die Nova Iguacu Fallstudie in Englischer Sprache finden Sie hier.