Erkenntnisse chinesischer Textilhersteller

 

Stockholm, 30. August 2017 – Die Modeindustrie verändert sich, und die chinesischen Textilhersteller mit ihr. Momentan besteht die Möglichkeit, den Grundstein für ein sauberes Kreislauf-Geschäftsmodell in China zu legen. Ein neuer Bericht von China Water Risk weist darauf hin, dass der Wandel bereits begonnen hat, jedoch nicht so schnell voranschreitet, wie es möglich wäre.

Der von der C&A-Foundation gesponserte Bericht mit dem Titel “Erkenntnisse chinesischer Textilhersteller: Hindernisse für einen sauberen Modekreislauf”  (Originaltitel: Insights From China’s Textile Manufacturers: Gaps to Overcome for Clean & Circular fashion) analysiert die mithilfe einer Online-Umfrage unter chinesischen Textilherstellern gewonnenen Erkenntnisse.

Innerhalb von nur drei Wochen nahmen 140 Hersteller an der Umfrage teil. 85 der Antworten waren vollständig und wurden in dem Bericht analysiert. Diese 85 stammen aus breit gefächerten Regionen und Fabrikarten und bilden somit einen umfassenden Konsens der Herausforderungen, vor denen chinesische Textilhersteller stehen und welche Hilfestellung sie von den Interessenvertretern benötigen.

Die Umfrage ergab, dass die Hersteller mehrheitlich auf dem Weg zu einer saubereren Produktion sowie der Eindämmung ihrer Wasserrisiken und der Umstellung auf Kreislaufmodelle sind. 98 % gaben an, Maßnahmen für eine "grüne" Produktion zu ergreifen, 74 % recyclen Wasser, 88 % haben ihre Abwasseranlagen aufgerüstet und 84 % ihre Chemikalienanlagen. 72 % sehen Vorteile in der Umstellung auf eine Kreislaufwirtschaft.

Während die Hersteller sich eindeutig in Richtung eines sauberen Kreislaufsystems bewegen, ergab die Umfrage, dass sie noch immer erheblichen regulatorischen und betrieblichen Herausforderungen sowie Problemen in Bezug auf ihren Ruf gegenüber stehen.

“Unsere Umfrage hat drei übergreifende Wünsche der Hersteller identifiziert, um sie bei der Überwindung der Hindernisse zu unterstützen. Diese sind: 1) mehr Schulungen, 2) mehr Hilfe bei der Beschaffung und 3) mehr finanzielle Unterstützung. Das allen ihren Herausforderungen zugrunde liegende Problem jedoch ist die Konformität mit dem gegenwärtigen Niedrigpreis-Geschäftsmodell”, sagt Dawn McGregor von China Water Risk.

Diese Erkenntnisse werfen die grundlegende Frage nach der Nachhaltigkeit des gegenwärtigen Geschäftsmodells auf. Wird die Modeindustrie die Lieferkette in ein anderes Land mit weniger strengen Umweltbestimmungen verlegen oder mit den chinesischen Herstellern am Aufbau eines neuen und sauberen Kreislaufmodells arbeiten? Die Antwort ist ungewiss.

Lesen Sie den vollständigen Bericht oder laden Sie die Pressemitteilung. herunter.

Der vollständige Bericht in englischer Sprache ist bei China Water Risk erhältlich.