Argumentation zur Streitschlichtung

Neue Forschungen von Business for Social Responsibility (BSR) haben die Wirksamkeit des Systems zur Beilegung von arbeitsrechtlichen Streitigkeiten in Myanmar untersucht, da das Land weiter seine Grenzen für internationale Lieferketten öffnet.

Das System wurde 2012 eingeführt, um die Rechte und Pflichten von Arbeitnehmern und Arbeitgebern aller Branchen zu schützen und zu stärken und hat sich positiv auf den Bekleidungssektor ausgewirkt.

Der von der C&A Foundation unterstützte BSR-Bericht mit dem Titel 'Labour Disputes in Myanmar: From Workplace to the Arbitration Council' wurde am Montag, dem 8. Mai in Yangon vorgestellt. Bei der Veranstaltung kamen lokale Regierungs- und Industrievertreter zusammen, um Gespräche über einen weiteren Ausbau des Systems zu führen.

Maeve Galvin, Manager des Programms für Arbeitsbedingungen der C&A Foundation, sagt: “Ein angemessenes System zur Streitschlichtung kann sehr leistungsstark sein, nicht nur bei der Lösung von Problemen, die an das System herangetragen werden, sondern auch, weil das Wissen über vorangegangene Fälle und deren Ausgang bereits die Entstehung von Problemen verhindern kann.


“Der Bericht empfiehlt darüber hinaus, dass lokale Organisationen und Arbeitsrechts-NGOs Arbeiter im Umgang mit dem System unterstützen und als Beobachter bei Anhörungen agieren, während Arbeitgeber und internationale Einkäufer die beliefernden Fabriken stärker ermutigen können, die Menschen zu sensibilisieren sowie Schulungen für Angestellte und Manager anzubieten.”

Working Conditions Programme Manager at C&A Foundation Maeve Galvin

"Diese Partnerschaft mit BSR ist eine Möglichkeit, in Myanmars positive Arbeit zu investieren, da sich das Land politisch und wirtschaftlich entwickelt."

Der Bericht befasst sich mit der ersten Phase dieser Bemühungen und hat zu einer Reihe zielgerichteter Empfehlungen geführt.

Beispielsweise legt der Bericht nahe, dass das Ministerium für Arbeit, Einwanderung und Bevölkerung eine essenzielle Rolle in Bezug auf Schulung und den Aufbau von Kapazitäten innerhalb des Systems spielt, indem bessere Durchsetzungsmechanismen entwickelt werden und die Transparenz durch eine höhere Verfügbarkeit von Informationen über Fallbeispiele erhöht wird.

Maeve fügt hinzu: "Es wird ebenfalls empfohlen, dass lokale Organisationen und Arbeitsrechts-NGOs Arbeiter im Umgang mit dem System unterstützen und als Beobachter bei Anhörungen agieren, während Arbeitgeber und internationale Einkäufer die beliefernden Fabriken stärker ermutigen können, die Menschen zu sensibilisieren sowie Schulungen für Angestellte und Manager anzubieten.

"Diese Studie hat uns wertvolle Einblicke darüber geliefert, wie das System funktioniert und von den Menschen wahrgenommen wird. Wir hoffen, dass sie den Grundstein für einen konstruktiven Dialog und Maßnahmen innerhalb des Landes gelegt hat."

Lesen Sie den Bericht heir.